Warning: Trying to access array offset on value of type bool in /home/httpd/vhosts/story-time.ch/newhopelarp.ch/wp-content/themes/twentyseventeen-child/header.php on line 33 Boom-Town Mega Spiez – New Hope Studio

Boom-Town Mega Spiez

Hintergrund und Geschichte

Das Leben in diesen schweren Zeiten verlangt nach neuen Lösungen zu den immer gleichen Problemen. So wie die fahrenden Händler, die Nomaden und Raider ihr Glück in der Weite des Wastelands suchen, hoffen manche auf eine Zukunft in den neu errichteten Zentren der Zivilisation. Mega-Spiez ist eines dieser Zentren.

Nach dem Big Bang, als sich alles in Chaos und Nichts aufzulösen begann, formten sich schnell wieder erste Siedlungen und Camps. Erst um sich um die Verletzten zu kümmern und um in der Gruppe stark gegen die plündernden Gangs zu sein; später aber auch, um den Menschen wieder ein Gefühl von Normalität, Sicherheit und nicht zuletzt Zivilisation zu geben. Die Überreste von Spiez, einem beschaulichen Dorf am Thunersee, wurden schnell zum Sammelpunkt für viele der verlorenen und schicksalsgeplagten Menschen der Umgebung. Durch seine günstige Lage und die Unwichtigkeit vor dem grossen Knall, bot Spiez einen idealen Nährboden für das, was nur 80 Jahre später eine wahrhafte Metropole der Endzeit werden sollte.

Mega-Spiez führt seine Gründung auf den grossen Harribert Gurnigel zurück. Der Legende nach war er der erste Arzt der in Spiez Verletzte und Mutierte aufnahm und behandelte. Ausserdem bemühte er sich um die Errichtung der ersten Stadtmauer und die Organisation einer Bürgermiliz. Ihm sei es zu verdanken, dass sich die ursprüngliche Siedlung lange genug halten und sich in der Region etablieren konnte, um den Menschen wieder ein sicheres Zuhause zu geben.
Doch nichts was gut ist bleibt lange ohne Neider und Intrigen. So begab es sich, dass Harribert Gurnigel im eigenen Schlafzimmer Opfer eines blutigen Attentats wurde. Kurz darauf wurde ein bis dahin geheimes Testament gefunden, in dem Gurnigel seinen langjährigen Sekretär und Berater Friedolin Schlupp zu seinem Nachfolger auf Lebenszeit ernannte. Schlupp wurde damit beauftragt, die Umstände um Gurnigels Ableben zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Zunächst wurden Querulanten aus Spiez verdächtigt, hinter dem Anschlag zu stecken. Schlupp zögerte nicht, diese Dissidenten ausfindig zu machen und aus der Stadt zu jagen, falls man sich nicht an Ort und Stelle ihrer entledigen konnte. Später erhärteten sich aber Vermutungen, dass der Anschlag von ausserhalb geplant worden sei. Mit Hilfe der Spiezer Miliz liess Schlupp das Umland durchkämmen, um die Hintermänner des heimtückischen Anschlags aufzuspüren. Immer weitere Gruppen, Camps und Siedlungen schlossen sich Schlupps Suche nach den „Feinden des Friedens“ an. Wer dies nicht tat, wurde früher oder später von ihm und seinen Truppen überrannt.
Auch wenn nie gänzlich geklärt werden konnte, wer die Drahtzieher hinter dem Anschlag auf Gurnigel waren, konnte Schlupp mit seinem Feldzug das Einflussgebiet von Spiez beträchtlich erweitern. Friedolin Schlupp zog sich später ins Zentrum der nun neu Mega-Spiez genannten Metropole zurück, sah immer weiter von öffentlichen Auftritten ab und verschwand schliesslich ganz von der Bildfläche. Man sagt, er habe es nie wirklich verkraftet, die Attentäter trotz aller Anstrengungen nicht gefunden zu haben; so stark sei seine Loyalität zum grossen Gurnigel gewesen.

Heute, rund hundert Jahre später, leitet Schlupp die Geschicke von Mega-Spiez aus dem Hintergrund heraus. Sein zur Festung ausgebautes Privathaus dient ihm als Kommandozentrale. Er vermeidet den direkten Kontakt zu den Bürgern aus Angst vor Anschlägen und lässt seine Anordnungen ausschliesslich durch das sogenannte „Büro für Information und Kommunikation“ an die Öffentlichkeit tragen. Niemand in der Bevölkerung hat Schlupp in den letzten 80 Jahren gesehen und es gibt immer wieder Gerüchte rund um sein Ableben. Aber in Mega-Spiez ist man sich sicher, in ihm einen starken, grosszügigen Anführer und Mann des Volkes an oberster Stelle zu haben, der die Interessen von Mega-Spiez und seiner Bürger immer an erster Stelle setzt.

Führer Schlupp verdankt man in Mega-Spiez Alles, er ist Mega-Spiez und sein Wort ist Gesetz.

Leben und Ordnung in Mega Spiez

Das Leben in Mega-Spiez ist in allen Bereichen geprägt von Bürokratie und dem, was man in Mega-Spiez die „Ordnung der Dinge“ nennt. Die „Ordnung der Dinge“ ist eine abgeschlossene, umfangreiche Liste an Regeln. Diese Liste kann vom Büro für Information und Kommunikation jederzeit situationsbedingt angepasst, erweitert oder verkleinert werden. Digitale Anzeigen sind über ganz Mega-Spiez verteilt und zeigen permanent die aktuelle Version der „Ordnung“ und informieren die Bevölkerung über allfällige Änderungen sowie die neusten Weisungen aus Schlupps Kommandozentrale.
Die „Ordnung“ regelt aber nicht nur, was früher Sache der Gesetze war, sondern auch gesellschaftliche oder wirtschaftliche Grössen, wie den Sozialkredit der Bürger oder die Standardpreise von Waren. In diesem Sinne gibt die „Ordnung“ allen Dingen, Personen und Situationen ihren Platz in Mega-Spiez und organisiert wie das Ganze zur Sicherung der Zukunft am effizientesten eingesetzt werden kann.
So konnte sich ein den Umständen entsprechend hoher Lebensstandard in Mega-Spiez etablieren. Viele Häuser im Zentrum sind sogar an eine Kanalisation angeschlossen und mit fliessendem Wasser versorgt. Es gibt Schulen und Krankenhäuser, Fabriken und Forschungseinrichtungen und sogar öffentliche Transportmittel für jene, die es sich leisten können.


Die gesellschaftliche „Ordnung der Dinge“ regelt in Mega-Spiez ein Sozialkredit-System. Jeder Bürger besitzt ein sogenanntes Sozial-Konto. Hier wird festgehalten, wie sehr sich ein Bürger für die Stadt einsetzt, bzw. wie viel Nutzen ein Individuum der Metropole bringt. Ein höherer Sozialkredit kommt mit gewissen Privilegien: eine Wohnung in besserer Lage, Zugang zu Bildung, Zugang zu Gesundheitsvorsorge etc.. Ein niedrigerer Sozialkredit hingegen kann Bürger vom Gebrauch gewisser Institutionen ausschliessen und sogar zur Verbannung aus Mega-Spiez oder einem Aufenthalt in einem „Reintegrations-Lager“ ausserhalb der Stadt führen. Der Sozialkredit entscheidet auch, in welchen Bereichen von Mega-Spiez man sich aufhalten darf oder inwiefern man von den zuständigen Behörden die Zusage erhält, eine Familie zu gründen.
Möglichkeiten, seinen Sozialkredit positiv zu beeinflussen gibt es viele. Einer der gängigsten Wege ist es, eine Zeit lang dem Militär oder der Verwaltung zu dienen. Die Mühlen der Bürokratie sind mindestens so sehr auf einen ständigen Fluss an einsatzfähigen Bürgern angewiesen wie das Militär, das nicht nur im inneren für Ruhe und Frieden sorgt, sondern auch die Interessen von Mega-Spiez nach aussen hin schützt. Selbstverständlich wirkt es sich negativ auf den Sozialkredit aus, wenn man sich kritisch gegenüber dem Regime und Friedolin Schlupp äussert oder die „Ordnung“ hinterfragt. Solche Aussagen bringen nur Unruhe in das ansonsten perfekt ausbalancierte Gefüge und gefährden somit die Sicherheit aller Bürger in Mega-Spiez.

Manche Familien, haben schon von alters her einen höheren Sozialkredit, weil sich gewisse Individuen in der Vergangenheit so sehr um den Fortschritt von Mega-Spiez bemüht haben, dass man auch heute noch von ihrer harten Arbeit profitiert. Dem gegenüber stehen vor allem die Mutanten, die wegen der „unvorhersehbaren Natur ihrer Lebensumstände“, von den Behörden grundsätzlich als Risiko für die Sicherheit und Zukunft der Stadt eingestuft werden. Deshalb ist es Mutanten nur unter strengsten Auflagen und begleitet von kleinlichen Kontrollen möglich, ihren Sozialkredit zu erhöhen. Dies gilt selbstverständlich nur für Mutanten der niedrigsten Stufe mit geringen Strahlungsschäden. Alle anderen werden zum Wohle der Gesellschaft rigoros aussortiert.

Beziehung zu anderen Gruppierungen


Im Grossen und Ganzen bleiben die Menschen in Mega-Spiez unter Ihresgleichen. Auch wenn es keine Vorschriften diesbezüglich gibt, vermischen sich die sozialen Schichten nur selten untereinander. Angehörige des Militärs verkehren hauptsächlich mit anderen Militärs, politische Funktionäre oder Verwaltungsangestellte bleiben grösstenteils unter sich; genauso wie Arbeiter, Händler und Wissenschaftler mehr oder weniger geschlossene Gesellschaften bilden.

Nur wenigen, sehr einflussreichen Organisationen ist es in Mega-Spiez möglich, sich gewisse Freiheiten in diesem System zu nehmen und das Büro für Information und Kommunikation ist stets bemüht, hier den Spagat zwischen Machterhaltung und Wahrung der guten Beziehungen zu bewerkstelligen. So ist Mega-Spiez nicht wirklich auf einer Linie mit dem O.O. (Oculus Obscurus) , toleriert den Orden aber und räumt dessen Mitgliedern gewisse Freiheiten ein, um es sich nicht mit ihm zu verscherzen.
Ähnliches gilt für die Ärzte ohne Grenzen: sie werden gerne gesehen, wenn es in den Slums eine Seuche zu bekämpfen gilt, die ethischen Bedenken der Ärzte werden jedoch als störend empfunden. Zur Corporation pflegt die Stadt eine gesunde wirtschaftliche Beziehung, die nur hin und wieder von den zwielichtigen Geschäftspraktiken belastet werden.

Spannungen und Konflikte

Zu den grossen Herausforderungen für Mega-Spiez gehören die immer wieder aufflackernden Aufstände der Mutanten in den Slums. Grosse Versprechungen von Fortschritt und Technik wurden gemacht und Hoffnungen auf gesellschaftliche Umwälzung geschürt, während das Regime gleichzeitig die Aufständischen und ihre Sympathisanten mit aller Härte verfolgt. Jeglicher sozialer Aufruhr wird bereits im Keim erstickt.
Die Berichte über systematische Säuberungen und Mutanten-Genozid, welche im Wasteland kursieren, sind selbstverständlich haltlose Propaganda. Aufrührerische Elemente verbreiten diese Unwahrheiten, um den tadellosen Ruf von Mega-Spiez mit Dreck zu bewerfen.

Die Rivalität mit dem verhassten Neo-Jura und anderen Siedlungen im Wasteland (wie z.B New Hope), die sich Mega-Spiez erfolgreich widersetzen, sorgen für zusätzliche Spannungen. Es wurden sogar schon Bürger aufgegriffen, die sich unbemerkt aus Mega-Spiez absetzen wollten, um ihr Glück im Wasteland oder einer anderen Stadt zu versuchen. Gegen diese Elemente wird schnell und massiv vorgegangen.

Gerüchte über eine Widerstandsbewegung innerhalb der eigenen Reihen werden lauter und nur mit ständig neuen Auflagen und Kontrollen scheint das Regime die Lage in den äusseren Bezirken einigermassen im Griff zu behalten.
Noch finden sich viele treue Anhänger des Regimes in der Stadt und das alltägliche Leben der Bürger nahe des Zentrums ist kaum von den Scharmützeln in den äusseren Gebieten betroffen. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier die Unruhe breit machen wird, wenn Mega-Spiez seine Probleme nicht auf die eine oder andere Art lösen kann…